´╗┐ Ulrike Kruse: Der Natur-Diskurs in Hausväterliteratur und volksaufklärerischen Schriften vom späten 16. bis zum frühen 19. Jahrhundert

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Ulrike Kruse

Der Natur-Diskurs in Hausväterliteratur und volksaufklärerischen Schriften vom späten 16. bis zum frühen 19. Jahrhundert

Band 70 der Reihe "Presse und Geschichte – Neue Beiträge", herausgegeben von Astrid Blome, Holger Böning und Michael Nagel

Cover:

Cover des Buches

Titel:

Ulrike Kruse:

Der Natur-Diskurs in Hausväterliteratur und volksaufklärerischen Schriften vom späten 16. bis zum frühen 19. Jahrhundert

256 S., zahlr. Abb., 2013 -- Hardcover -- Euro 44,80

ISBN:

978-3-943245-07-3

Preis:

44,80 Euro

Die Naturwissenschaften erhalten in der Frühen Neuzeit eine neue Bedeutung. Am Anfang steht der Wandel des Wissenschaftsverständnisses der Gelehrten, für die es spätestens während der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts selbstver­ständ­­lich wird, dass ihre Wissenschaft gemeinnützig zu sein hat. Gleichzeitig verän­dern sich die gelehrten Vorstellungen von der Natur. Die Popularisierung der Naturwissenschaften steht paradigmatisch für die Entwicklung der Aufklä­rung überhaupt. Als Ausdruck und Folge eines sich wandelnden Wissenschafts­ver­ständnisses erscheint der Wille, neue Adressaten anzusprechen.

Die agrarökonomische Sachliteratur der Frühen Neuzeit -- die Haus­väterliteraturebenso wie die Schriften der Volksaufklärung -- zeigen in besonderem Maße, wie die sich in der gelehrten Auseinandersetzung wandeln­den Naturvorstellun­gen in eine breitere Öffentlichkeit eindringen und für das alltägliche praktische Handeln von Gutsherren, Verwaltern und Bauern wichtig werden.

Diese im Göttinger DFG-Graduiertenkolleg Interdisziplinäre Umweltgeschich­teentstandene Studie fragt danach, durch welche Auffassungen und Regeln das Gespräch über Natur in der Frühen Neuzeit charakterisiert ist, wie diese sich im Laufe der Zeit verändern und was im "Reden über die Natur" gleich bleibt. Besonders gilt das Interesse der Autorin der Frage, wie und mit welchen Argumentationen die gelehrten Naturauffassungen an ein breiteres Publikum vermittelt werden. Damit soll eine Lücke in den Forschungen zum Wandel des Naturverständnisses geschlossen werden, wie er sich in Hausväterliteratur und Volksaufklärung zeigt.

Die Autorin, Historikerin und Germanistin, wurde mit dieser Arbeit an der Universität Göttingen promoviert.